Dr. Kevin Kalweit
Wissenschaftlicher Mitarbeiter Lehre und Forschung Anatomie/ Biologie
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Dr. Kevin Kalweit
Wissenschaftlicher Mitarbeiter Anatomie/ Biologie
Biografie
Kevin Kalweit ging von 2009 bis 2012 auf die Staatliche Berufsbildende Schule für Gesundheit und Soziales und absolvierte erfolgreich eine Ausbildung zum medizinischen Technologen für Radiologie (MTR). Anschließend studierte er an der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena das Fach Biologie von 2013 bis 2016 und schloss ein Masterstudium in „Molecular Life Sciences“ von 2016 bis 2019 an. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der AG Jungnickel und schloss seine Promotion 2025 im Bereich der Immunbiologie ab.
Nebst seiner akademischen Laufbahn besuchte Kevin Kalweit 2011/2012 das Jenaer Neuroradiologie-Symposium, 2018 das 16. B-Zellen-Forum in Masserberg und 2022 nahm er am 3rd International Conference on Base Editing – Emzymes and Applications (Deaminet 2022), Palm Springs, California teil. Gleichzeitig absolvierte er im Rahmen seines Studiums sein FELASA B Kurs, was ihn zur Arbeit an Versuchstieren zertifiziert.
Seit 2024 ist er an der Health and Medical University (HMU) Erfurt als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.
Lehrtätigkeiten
An der FSU betreute Kevin Kalweit ein Praktikum zur zellulären Plastizität und Neoplastizität mit Bachelor-Studierenden und für den Masterstudiengang ein erweitertes Praktikum zum Thema Histologie, Immunfärbung und Auswertung.
An der HMU Erfurt leitet Kevin Kalweit vor allem Histologie-Praktika in allen Fachsemestern aber auch schrittweise Makroskopische Anatomie-Praktika.
Forschungsschwerpunkte
Die bisherigen Forschungsschwerpunkte von Kevin Kalweit umfassen DNA-Schadens-Toleranz-Wege und DNA-Reparatur-Wege während somatischer Hypermutation und Immunglobulin-Klassenwechsel während der Keimzentrumsreaktion von B-Zellen der adaptiven Immunabwehr in Kombination mit B-Zell-Lymphoma-Entstehung durch Veränderung bzw. Ausschalten von Proteinen in besagten Wegen. Dadurch war der Schwerpunkt auf die Veränderung von Mutationsmustern während der Keimzentrumsreaktion gesetzt.
Zu seine wissenschaftlichen Methoden und Kenntnissen gehören: Isolierung von DNA und RNA aus Tierproben, Organen und Zellen, Genotypisierungs-PCR und Reverse Transkriptase PCR, Design von PCR Primern, Gelelektrophorese, Western Blot, ELISA, Fluoreszenzmarkierung mittels Plasmide und Antikörpern, Klonierung, Generierung von Mini-DNA Proben, DNA/RNA Konzentrationsmessungen, Sequenzierung und Auswertung von Mutationsmustern in Ig und non-Ig Loci. Zusätzlich kommen folgende Versuchstierexperiment und Zellbiologiemethoden hinzu: Zucht von Mäusen mit bis zu 2 Mutationen (Knockout, Überexpression) und Generierung von Mäusen mit erhöhtem B-Zell Tumorrisiko, Bewertung von Tierverhalten (Mäuse), Handling von Mäusen Immunisierungsexperimente, Blutentnahme (V. facialis und Herzblutentnahme), Sezierung von Mäusen, Organentnahme und Obduktion bei Tumorverdacht, sowie Extraktion der Tumore, Isolation von Immunzellen (B-Zellen) aus Organen und Tumoren, FACS Analyse von murinen B-Zellen und B-Zelllymphomen durch Zelloberflächenmarkierung durch fluoreszenzmarkierter Antikörper hinsichtlich Überleben, Klassenwechsel und somatischer Hypermutation und Lymphomacharakterisierung, Erstellen von Maus-Überlebenskurven, Generierung von GVO (E. coli) für Sequenzanalysen über Transformation, Kultivierung von B-Zellkulturen, humanen wie murinen Tumorzelllinien und Huhntumorzellen, Mikroskopie von Tumorgeweben und KO Geweben.
Die Forschungsergebnisse wurden in seiner Dissertation sowie in internationalen Publikationen veröffentlicht.
Publikationen