Jana Valesca Meyer
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Lehre und Forschung Anatomie
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Jana Valesca Meyer, M.Sc., M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Lehre und Forschung | Anatomie
Biographie
Jana Valesca Meyer studierte von 2008 bis 2019 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, wo sie zwei Bachelorabschlüsse und einen Master of Arts in den Bereichen der Archäologie, Altamerikanistik und Amerikanischen Anthropologie erhielt. Während dieser Zeit legte sie zudem jeweils ein Auslandjahr an der Universidad Autónoma de Yucatán (Mérida, Mexico) und an der University of New Mexico (Albuquerque, USA) ein, sowie mehrere Praxissemester zur archäologischen und anthropologischen Weiterbildung an Forschungsinstitutionen. Zeitlich überlappend absolvierte sie an der University of New Mexico ein weiteres Masterstudium, welches sie im Jahr 2018 mit dem Master of Science in Anthropology mit Auszeichnung abschloss. Seit 2019 ist sie im Doktoranden-Programm der University of New Mexico (Department of Anthropology) zur Promotion eingeschrieben.
Neben dem Studium war Jana Valesca Meyer regelmäßig in die praktische Feld- und Labortätigkeit der Archäologie und Anthropologie eingebunden und arbeitete auf archäologischen Grabungen, Kartierungsprojekten und Oberflächendokumentationen in Deutschland, Polen, Mexiko und den USA, sowie in der Labor-basierten Datenaufnahme archäo-biologischer Hinterlassenschaften (Tier- und Menschenknochen) in Deutschland, der Schweiz, Italien, Polen, Mexiko und den USA, sowie künftig in Ägypten.
Dieser Fokus auf osteologische Analysen menschlicher Überreste der Vergangenheit, welche neben der Bestimmung fragmentierter Skelettelemente sowie der Einschätzung von Alter und Geschlecht der Verstorbenen auch paläopathologische und biomechanische Untersuchungen mit einbeziehen, führte sie schließlich zur eingehenderen Beschäftigung mit der menschlichen Anatomie im Allgemeinen.
Seit Januar 2025 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Forschung und Lehre an der Fakultät Medizin (Fachgruppe Anatomie) an der Health and Medical University Erfurt beschäftigt.
Lehrtätigkeiten
An der University of New Mexico war Jana Valesca Meyer in diverse Lehrveranstaltungen der Archäologie und biologischen Anthropologie assistierend und lehrend eingebunden. So unterrichtete sie zuletzt beispielsweise die praktische Laborkomponente des Kurses für Forensische Anthropologie im Department of Anthropology (Subfield Evolutionary Anthropology).
An der Universität Bonn entwickelte und unterrichtete sie ein Seminar zur Einführung in die Bioarchäologie für Bachelor- und Masterstudierende, welches sich auf Fragestellungen und Methoden zur Analyse menschlicher Überreste aus archäologischen Kontexten konzentrierte und auch praktische osteologische Übungen beinhaltete.
Im Rahmen einer von der Slavia Foundation organisierten Lehrgrabung in Giecz, Polen, unterrichtete sie zudem Osteologie in Theorie und Praxis und unterwies internationale Studierende in Methodik und Technik der Ausgrabung und labortechnischen Untersuchung menschlicher Überreste eines mittelalterlichen Friedhofs.
An der HMU Erfurt unterrichtet Jana Valesca Meyer vor allem Praktika der makroskopischen Anatomie des ersten und zweiten vorklinischen Fachsemesters, darunter die Anatomie des Bewegungsapparats und Situs, wobei sie jedoch ebenfalls in die Praktika der mikroskopischen Anatomie der vorklinischen Fachsemester einbezogen ist.
Forschungsschwerpunkte
Die Forschungsinteressen von Jana Valesca Meyer umfassen die Untersuchung der Lebensumstände von Menschen der Vergangenheit basierend auf deren osteologischen Hinterlassenschaften. Regionale und kulturhistorische Schwerpunkte liegen hierbei auf dem mittleren Rio-Grande-Tal der Pueblo IV Periode (New Mexico, USA) sowie dem europäischen Mittelalter.
Thematisch beschäftigt sie insbesondere die Frage, wie sich soziale Statusunterschiede auf körperliche Belastung, Ernährungsweisen und vor allem auf Gesundheitsrisiken bzw. Krankheitsvorkommen auswirken. In ihrem laufenden Dissertationsprojekt erforscht sie die Zusammenhänge zwischen materiellem Reichtum, Ernährung, Aktivitätsmustern und Gesundheit im Kontext struktureller Gewalt in der thüringischen Merowingerzeit. Ein Hauptaugenmerk der paläopathologischen Analysen liegt hierbei auf der Entwicklung von Arthrosen in unterschiedlichen Altersgruppen, deren Ausprägung und Lokalisation am Skelett.
Hierbei bedient sie sich überwiegend makro-morphologischer Untersuchungen am Skelett, zieht aber auch querschnittsgeometrische Untersuchungen von CT-Scans, Oberflächenberechnungen von 3D-Scans, sowie molekulare Methoden im Rahmen stabiler Isotopenanalysen in ihre Studien mit ein.
Ergebnisse ihrer Forschung hat Jana Valesca Meyer in einer Reihe verschiedener Fachjournals publiziert (siehe Link unten) sowie auf zahlreichen internationalen Fachkonferenzen, darunter jene der Paleopathology Association, American Association of Biological Anthropologists, Society of American Archaeology und der Medieaval Academy of America, präsentiert.
Publikationen