Prof. Dr. med. habil. Herbert Gottfried Sayer
Dekan der Fakultät Medizin
Professur für Klinische Medizin
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Professor Dr. med. habil. Herbert Gottfried Sayer
Facharzt für Innere Medizin, Facharzt für Hämatologie und internistische Onkologie | Dekan der Fakultät Medizin an dem HMU-Erfurt | Professor für Klinische Medizin
Biografie und wissenschaftlicher Werdegang
Herbert Gottfried Sayer, geboren in Gronau, Westfalen studierte von 1978-1984 Humanmedizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Nach Erhalt der Approbation arbeitete er zunächst für 18 Monate als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistenzarzt am Institut für Pathologie der städtischen Krankenanstalten Leverkusen, sowie 6 Monate im Bereich der Nuklearmedizin und Radiologie. Die Ausbildung zum Internisten erfolgte ab 1986 an der Universität Essen-Duisburg am Westdeutschen Tumorzentrum (Innere Medizin-Tumorforschung). Nach Fertigstellung der Promotion über histiozytäre Tumoren im Kindesalter 1988 (magna cum laude) erhielt er ein Stipendium der Dr. Miltred-Scheel-Stiftung der Deutschen Krebshilfe für einen insgesamt 24-monatigen Forschungs- und Klinikaufenthalt (fellowship) am Fred-Hutchinson Cancer Research Center in Seattle, Washington, USA. Nach Rückkehr Anfang 1991 erhielt er ein Einzelstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Fortführung von klinischen Studien im Bereich des Knochenmarkstromas und Knochenmarktransplantation. Anfang 1994 wechselte Dr. Sayer an das Universitätsklinikum der Friedrich-Schiller-Universität Jena, um dort als Internist und Oberarzt ab 1995 die Knochenmark- und Stammzelltransplantation in der Inneren Klinik zu etablieren und aufzubauen. Nach Erlangung der Zusatzbezeichnung Hämatologie und internistische Onkologie wurde er 1999 leitender Oberarzt, habilitierte sich mit der Arbeit über „Klinische Aspekte der allogenen Stammzelltransplantation“ 2004 und wurde zum Privatdozenten (PD Dr. med. habil) ernannt. Bis zu seinem Wechsel als Chefarzt an die 4. Medizinische Klinik des Heliosklinikums Erfurt 2013 (Hämatologie, Stammzelltransplantation, Onkologie) wurden mehr als 1000 autologe und allogene Familien- und Fremdspendertransplantationen unter seiner Leitung durchgeführt. Als zweite Klinik in Thüringen werden seither auch in Erfurt Hochdosis-Chemotherapie mit autologen Stammzelltransplantationen durchgeführt.
Neben der wissenschaftlichen Laufbahn absolvierte Herr Sayer ein Studium der Ethik der Medizin an der Universität Mainz, war langjähriges Mitglied der Ethikkommission an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, führte die klinische Ethikberatung dort mit ein und war als Managing-Editor der wissenschaftlichen Zeitschrift Journal of Cancer Research und Clinical Oncology (JCRCO) tätig. In nationalen und internationalen Gremien aus dem Bereich der Hämatologie und Onkolgie ist Herr Sayer aktiv, unter andern als mehrmaliger Vorsitzende der Ostdeutschen Studiengruppe für Hämatologie und Onkologie (OSHO). Herr Sayer ist Mitglied in der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), im Vorstand der thüringischen Krebsgesellschaft, der der Arbeitsgemeinschaft internistische Onkologie (AIO), der Deutsche Gesellschaft für Hämatologie Onkologie) sowie der amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie (ASH). Er war Kongresssekretär des Deutschen Krebskongress 2002 in Berlin sowie der Jahrestagung DGHO 1999 in Jena.
Neben seiner Funktion als Gründungsdekan und mittlerweile gewählter Dekan der Fakultät Medizin an der Health Medical University Erfurt (HMU) arbeitet er aktuell am Heliosklinikum Erfurt als medizinischer Leiter des onkologischen Zentrums (OZ)
Klinische Spezialisierung und Forschungsschwerpunkte
Transplantat-gegen-Wirtreaktion nach allogener Stammzelltransplantation, klinische Weiterentwicklung der Zelltherapie mit Knochenmark/Peripherem Blutstammzellen sowie Spender- Lymphozyten, Therapien der akuten myeloischen Leukämie, Konditionierungsprotokolle vor Hochdosistherapie, Infektiologie im Bereich der Hämatologie, Nebenwirkung der klassischen Chemotherapie im Besonderen bei Mammakarzinom, infektiöse Komplikationen unter medikamentöser Tumortherapie, Kooperative interdisziplinäre Optimierung von Therapieentscheidungen (Etablierung von Tumorboards), Versorgungsforschung im Bereich der Onkologie, Problematik der medizinischen Versorgung zwischen städtischer und ländlicher Bevölkerung.
Lehrerfahrung
Innere Medizin (Allgemeine Propädeutik), Untersuchungskurs (Vorlesung, Seminare, Praktika, UaK’s), Vorlesungen Hämatologie, Allgemeine Onkologie, Infektiologie in der Hämatologie, Praktikumsblock Onkologie, Prüfer Staatsexamen Humanmedizin (M2), Prüfer Ärztekammer Thüringen für Innere Medizin, Innere Medizin mit Hämatologie und Onkologie.
Publikationen: