Prof. Dr. Dr. Holger Muehlan
Professur für Medizinische Psychologie
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Prof. Dr. Dr. Holger Muehlan
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Professur für Medizinische Psychologie | Fachbereich Medizinische Psychologie & Medizinische Soziologie
Biographie
Diplom in Psychologie (2002) an der FSU Jena mit einer medizinpsychologischen Arbeit zum Körperkonzept in der ästhetisch-plastischen Chirurgie, Diplom in Soziologie (2005) an der FU Berlin mit einer medizinsoziologischen Arbeit zu Technologien in der Arzt-Patient-Interaktion. Promotion (2010) an der Universität Hamburg mit einer Arbeit zur Erfassung der Lebensqualität bei chronisch kranken Kindern und Jugendlichen, Habilitation (2023) an der Universität Greifswald mit einer Arbeit zu methodischen Potenzialen von ePROMs/ ePREMs. Aufbaustudien in Health Technology Assessment an der TU Berlin sowie Medizinischer Ethik an der FU Hagen und TU München. Weiterbildung zum Ethikberater im Gesundheitswesen an der JGU Mainz, Zertifizierung durch die AEM (2023).
Zunächst studentische Hilfskraft am Institut für Psychosoziale Medizin des UK Jena (1997-2002), später wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizinische Psychologie des UKE Hamburg (2003-2005) und der Abteilung Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie des UK Mainz (2005-2007). Nach Tätigkeit in der freien Wirtschaft ab 2009 Arbeitsgruppenleiter („Methoden und Gesundheitsmonitoring“) am Lehrstuhl Gesundheit & Prävention des Instituts für Psychologie der EMAU Greifswald, ab 2014 stellvertretender Abteilungsleiter, ab 2024 Privatdozent. Im gleichen Jahr Wechsel auf eine Professur für Medizinische Psychologie an der HMU Erfurt. Akademische Auslandsaufenthalte u.a. 2022 am ISPM der Universität Bern und 2024 an der INSERM PRO-QOL Unit der Unversité Paris Cité.
Forschung
Forschungsschwerpunkte umfassen methodische Implikationen, nutzungsbezogene Evaluation und psychosoziale Auswirkungen digitaler Gesundheitsanwendungen sowie ethische Aspekte moderner Medizintechnologien; Entwicklung, Validierung und Implementation von Patient-Reported Outcomes/Experience Measures sowie Potenziale momentbasierten Assessments; Gesundheitsmonitoring im Kinder-, Jugend- und frühen Erwachsenenalter, pädiatrische Versorgungsforschung sowie Transitionsforschung; Langzeitverläufe von Gesundheitszustand, Lebensqualität und Wohlbefinden nach medizinischen Behandlungsmaßnahmen und kritischen Lebensereignissen.
Associate Scientist des Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) und Mitglied mehrerer Konsortien zur Lebensqualitätsforschung im Kindes-/Jugendalter (DISABKIDS, KIDS-CAT, QOLIBRI). Neben Kooperationen mit klinischen Partnern insbesondere interdisziplinäre Verbundprojekte mit Forschungspartnern aus Lebens- und Technikwissenschaften. Laufende drittmittelgeförderte Verbundprojekte: OPTIMEX (GBA, 2026-2029), EDWANCE (DFG, 2025-2027), NATURELAB (EU, 2023-2027) und GDM-QOL (DAMP, 2023-2026). Seine wissenschaftliche Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Lilly Quality of Life Award (2012 & 2016), dem Posterpreis der EACD (2021) sowie der Leistungsprämie der UG Greifswald (2024).
Lehre
Seit 2002 Engagement in der universitären Lehre in unterschiedlichen Formaten in den Fachbereichen Humanmedizin, Psychologie, Soziologie und Gesundheitswissenschaften/ Public Health an privaten und öffentlichen Universitäten in Erfurt, Jena, Mainz, Greifswald, Hamburg und Bern. Thematischer Schwerpunkt der Lehre an der Schnittstelle Medizin und Psychologie, insbesondere medizin- und gesundheitspsychologische/-soziologische Inhalte wie psychosoziale Aspekte körperlicher Erkrankungen, gesundheitliche Ungleichheit sowie Methoden der interdisziplinären Gesundheits- und Versorgungsforschung. Betreuung von medizinischen und psychologischen Doktorarbeiten sowie etwa 75 Master-, Bachelor- und Diplomarbeiten (Stand 2025).
Neben fachlich weiterbildenden Studien (vgl. Biographie) kontinuierliche didaktische Qualifizierung, u.a. Abschluss des hochschuldidaktischen Basis-, Erweiterungs- und Vertiefungsmoduls (2020-2022) nach Standard der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik. Vertiefende Weiterbildungen in englischsprachiger Lehre in MINT-/STEM-Fächern (PSU, 2022), KI-Anwendungen (Fellowship KI Campus, 2022-2023) sowie Ethikdidaktik in der Medizin (AEM, 2025-2026). Regelmäßige Evaluation der Lehrveranstaltungen, vereinzelt eigene Workshops und Vorträge zu lehrdidaktischen Themen.
Engagement
Erfahrungen in der akademischen Selbstverwaltung umfassen die Mitarbeit in Akkreditierungs- und Berufungskommissionen sowie Prüfungs- und Wahlausschüssen, die Mittelbauvertretung auf Instituts- und Fakultätsebene sowie die aktive Förderung des akademischen Nachwuchses im Rahmen von Mentoringprogrammen. Fachgesellschaftliches Engagement als Chair der ISOQOL German-Speaking Countries RIG (seit 2024) und Chair der ISOQOL Child Health SIG (2020-2023), Mitglied in weiteren internationalen und nationalen Fachgesellschaften. Mitarbeit in interdisziplinären universitären Forschungsnetzwerken, u.a. Department Ethik, Theorie & Geschichte der Lebenswissenschaften der Universität Greifwald (2016-2024).
Mitglied International Advisory Board “Quality of Life Research”, Associate Editor “Journal of Patient-Reported Outcomes” und “Health & Quality of Life Research” sowie Review Editor “Frontiers Digital Health”. Regelmäßiger Gutachter für Institutionen, Stiftungen, Fachgesellschaften und Fachzeitschriften. Mehrfache Auszeichnung als Top-Reviewer von JPRO und QOLR. Organisation, Leitung und Durchführung von Sessions, Symposien und Tagungen, u.a. Organisation des Symposiums „Interdisciplinary Analysis of Personal Health Monitoring“ auf dem World Congress of Bioethics 2013 in Rotterdam, Mitglied des Tagungskomitees der DGPs-Fachgruppe Gesundheitspsychologie 2018 in Greifswald sowie Scientific Co-Chair der ISOQOL Jahreskonferenz 2024 in Köln.
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